Aktuelles

KEM ist Mitautor des neuen Konsensuspapiers von DAG, DGE und DGG "Quantitative Empfehlung zur Zuckerzufuhr in Deutschland" | 20.12.2018

Eine hohe und häufige Zuckerzufuhr steht im Zusammenhang mit Übergewicht bzw. Adipositas, erhöhten Risiken für Diabetes mellitus Typ 2 und Herzkreislauferkrankungen sowie der Entstehung von Zahnkaries. Aus diesem Grund wurden von unterschiedlichen Fachgesellschaften Empfehlungen zur täglichen Zuckerzufuhr ausgesprochen. Das neue Konsensuspapier, an dem Prof. Dr. med. Hans Hauner  - Lehrstuhl für Ernährungsmedizin des Else Kröner-Fresenius-Zentrums (EKFZ) - als Mitautor beteiligt war, schließt sich der Empfehlung der World Health Organization (WHO) aus dem Jahr 2015 an. Diese Empfehlung beinhaltet eine maximale Zufuhr freier Zucker von weniger als 10 % der Gesamtenergiezufuhr bzw.  50 g freie Zucker bei einer täglichen Energieaufnahme von etwa 2000 kcal. Freie Zucker sind sowohl alle Mono- und Disaccharide, die während der Produktion oder der Zubereitung durch den Verbraucher Lebensmitteln zusetzt werden, als auch in Honig, Sirup, Fruchtsaftkonzentrat und Fruchtsäften natürlich vorkommende Zucker.  Da in Deutschland die Zuckerzufuhr deutlich über diesen Empfehlungen liegt, ist ein ganzheitlicher Ansatz sinnvoll, bei dem Maßnahmen der Verhältnis- und Verhaltensprävention kombiniert werden.

Weitere Informationen zum Konsensuspapier erhalten Sie hier

[Hinweis: An dem Konsensuspapier wirkten die Deutsche Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG), die Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) mit. Unter KEM wird die klinische Ausrichtung der Ernährungsmedizin des EKFZ zusammengefasst.]

Adipositas-Forschungspreis der DAG 2018 geht an Frau Dr. Christina Holzapfel vom EKFZ | 10.11.2018

Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V. verleiht jährlich einen Forschungspreis für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Adipositasforschung. Am 9. November 2018 erhielt Dr. Christina Holzapfel (Institut für Ernährungsmedizin des Else Kröner-Fresenius-Zentrums) mit Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski (Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Adipositas-Erkrankungen der Universitätsmedizin Leipzig) den diesjährigen DAG-Forschungspreis. Der Preis wurde im Rahmen der 34. Jahrestagung der DAG e.V. in Wiesbaden verliehen. Dr. Christina Holzapfel beschäftigt sich im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten mit dem Thema Gewichtsmanagement. Dabei beleuchtet sie sowohl die Effektivität von Lebensstilinterventionen auf das Körpergewicht als auch genetische und metabolische Prädiktoren auf den Stoffwechsel. (Foto: K.I.T. Group| Dirk Deckbar; v.l. Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski, Dr. Christina Holzapfel und Prof. Dr. Matthias Blüher)